WDR 3 Konzert - 07.01.2020

Tschechische Philharmonie: Franz Welser-Möst dirigiert Strauss und Schubert

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WDR 3 Konzert - 07.01.2020

Tschechische Philharmonie: Franz Welser-Möst dirigiert Strauss und Schubert

Bescheidenheit war nicht seine Sache. Auf die Frage, warum Richard Strauss sich nach der sinfonischen Dichtung „Ein Heldenleben“ musikalisch schon wieder mit sich selbst beschäftige, antwortete er: „Ich finde mich ebenso interessant wie Napoleon und Alexander“.

Dirigent Franz Welser-Möst, Julia Wesely

Allerdings geht es in der „Sinfonia Domestica“ nicht um Schlachten und Eroberungen, sondern um den Alltag des Komponisten. Strauss war ein Familienmensch. Also schildert die sinfonische Dichtung Szenen aus dem häuslichen Alltag: vom lebhaften Besuch der Verwandtschaft über den Ehezwist bis zum wiederhergestellten Haussegen. Das klingt in der Beschreibung äußerst profan, wird aber musikalisch zum überbordenden Klangrausch. Nicht ganz so opulent ist das zweite Werk des Abends, Franz Schuberts 3. Sinfonie – eher sparsam und manchmal sogar schlicht. Aber der Grundton ist auch hier über weite Strecken heiter und zuversichtlich. Mit 18 Jahren hat Schubert das Werk komponiert, mit rhythmischem Schwung und volkstümlich anmutenden Tänzen.

Franz Schubert
Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

Richard Strauss
„Sinfonia Domestica“ op. 53

Tschechische Philharmonie
Leitung: Franz Welser-Möst

Aufnahme vom 26. Juni 2019 aus dem Rudolfinum, Prag

Moderation: Nicolas Tribes
Redaktion: Martin Bürkl