WDR 3 Konzert - 11.05.2019

Witten 2019 [3] Vernetzt

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WDR 3 Konzert - 11.05.2019

Witten 2019 [3] Vernetzt

Im Konzert mit dem Quatuor Diotima wird das Streichquartett auf ganz unterschiedliche Weise in Besitz genommen – als Spiegel neurologischer Vorgänge, als Vehikel für Trauerarbeit und als Gegenpol zur Trash-Kultur.

Quatuor Diotima: (v.l.) Pierre Morlet - Cello, Constance Ronzatti - 2. Violine, YunPeng Zhao - 1. Violine, Franck Chevalier - Viola, Verena Chen

Misato Mochizuki reagiert in "Brains“ auf neuere neurologische Forschungen. Das Streichquartett bildet für sie ein „einheitliches Nervenzentrum“, das aus den vier Gehirnen der Musiker besteht. Dabei spielt das Verhältnis von Autonomie und Abhängigkeit, von spontaner Aktion und festem Muster eine wesentliche Rolle. Der Tod einer engen Freundin regte Francesca Verunelli zu "Flowers #3 (dripping)“ an, wobei Blumen und Tropfen bildhaft für Leben und Vergänglichkeit stehen. Die Italienerin lässt 14 der insgesamt 16 Saiten des Quartetts verstimmen, um mikrotonale Räume zu öffnen. In "Stock footage piece 1 – business“ konfrontiert Malte Giesen Trash und Hochkultur. Stock footage, vorgefertigtes Videomaterial aus dem Internet, wird zu stummen Bildsequenzen geformt und mit dem Streichquartettklang verbunden.

Misato Mochizuki
"
Brains“ (2016) für Streichquartett DE

Francesca Verunelli
« 
Flowers #3 (dripping) » (2018-19) für Streichquartett  UA

Malte Giesen
« stock footage piece 1 – business » (2018-19) für Streichquartett und Video UA

Quatuor Diotima 

Aufnahme aus der Rudolf Steiner Schule, Witten

Moderation: Barbara Eckle
Redaktion: Harry Vogt