WDR 3 Konzert - 26.10.2018

Beethovenfest Bonn: Alte und neue Schicksalslieder

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WDR 3 Konzert - 26.10.2018

Beethovenfest Bonn: Alte und neue Schicksalslieder

Ist unser Leben vorherbestimmt? Alte und neue Schicksalslieder stellen sich dieser Frage beim Bonner Beethovenfest.

Sinfonieorchester Flandern, Kris Hellemans

„Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen“, erklärte Beethoven bei seiner beginnenden Ertaubung, „ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht“. „Schicksal“ ist in diesem Jahr das Motto des Beethovenfestes Bonn. Dieter Schnebel hat ein „Schicksalslied“ komponiert: Live gespielte Musik wird dabei durch Zuspielungen aus Beethovens Werken ergänzt – eine mit Spannung erwartete Uraufführung! Als Ouvertüre dazu erklingt das „Schicksalslied“ von Johannes Brahms auf ein Gedicht von Friedrich Hölderlin, das den Komponisten „auf das Tiefste ergriffen“ hatte. Am Ende des Schicksalskonzerts steht die „Glagolitische Messe“ von Leoš Janáček. Das ist ein sehr weltzugewandtes Werk, über das Janáček selbst während der Komposition sagte: er wolle eine „fröhliche Messe“ schreiben!

Johannes Brahms
Schicksalslied, op. 54 für Chor und Orchester

Dieter Schnebel
(BSH) Schicksalslied. Beethoven - Hölderlin, für Sprecher, Altstimme, Kammerchor, Kammerensemble und Zuspiel, Uraufführung, Kompositionsauftrag des Beethovenfestes Bonn

Leos Janácek
Glagolitische Messe, für Soli, Chor, Orgel und Orchester
Adriana Kohútková, Sopran; Markéta Cukrová, Alt; Jaroslav Brezina, Tenor; Pavel Svingr, Bass; Daniela Valtová Kosinová, Orgel; Prager Philharmonischer Chor; Sinfonieorchester Flandern, Leitung: Jan Latham-Koenig

Aufnahme vom 21. September 2018 aus dem World Conference Center Bonn

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Wibke Gerking