WDR 3 Konzert - 19.10.2018

Beethovenfest Bonn: Quintessenzen

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WDR 3 Konzert - 19.10.2018

Beethovenfest Bonn: Quintessenzen

Der Dirigent Mikhail Pletnev und das Russische Nationalorchester sind musikalischen Quintessenzen im Spätwerk von Gioachino Rossini, Robert Schumann und Dmitri Schostakowitsch auf der Spur.

Mikhail Pletnev, Alexei Molchanovsky

Robert Schumanns Violinkonzert ist sein letztes Orchesterwerk. Im Jahr danach wurde er nach einem Selbstmordversuch in die Nervenheilanstalt in Endenich eingeliefert. Immer wieder haben Musikwissenschaftler Spuren des Wahnsinns in das Violinkonzert hineingelesen; inzwischen wird es wegen seiner emotionalen Tiefe mehr und mehr geschätzt. Auch Dmitri Schostakowitsch war bereits sehr krank, als er seine letzte Sinfonie komponierte. Da meint man, die lebenserhaltenden Geräte im Krankenhaus zu hören, wenn die Schlagzeuger am Ende der Sinfonie nur noch geräuschhafte Klänge spielen – bis schließlich alles verstummt. Am Anfang dagegen zitiert Schostakowitsch Rossinis Ouvertüre zu „Guillaume Tell“ – dessen letzte Oper. Mit der Ouvertüre zum „Tell“ beginnt Dirigent Mikhail Pletnev sein Konzert mit dem Russischen Nationalorchester beim Beethovenfest.

Gioachino Rossini
Ouvertüre zur Oper "Guillaume Tell"

Robert Schumann
Violinkonzert d-Moll

Dmirtri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15 A-Dur, op. 141

Renaud Capuçon, Violine; Russisches Nationalorchester, Leitung: Mikhail Pletnev

Aufnahme vom 1. September 2018 aus dem World Conference Center Bonn

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Wibke Gerking