WDR 3 Konzert - 11.10.2018

Beethovenfest Bonn: Finstere Gondeln

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WDR 3 Konzert - 11.10.2018

Beethovenfest Bonn: Finstere Gondeln

Der Geiger Andreas Seidel und der Pianist Steffen Schleiermacher vergleichen Spätwerke von Franz Liszt und Eric Satie – der eine entdeckt auf seine alten Tage die Düsternis, der andere träumt sich in eine Halluzination des antiken Griechenland hinein.

Steffen Schleiermacher, Steffen Schleiermacher/Xavier Miró

Erst einmal haben die späten Kompositionen von Franz Liszt und Eric Satie wenig miteinander zu tun. Dass sie sich gegenseitig gekannt oder gar beeinflusst haben, ist mehr als unwahrscheinlich. Der Franzose Satie ist gerade mal 20 Jahre alt, als Liszt 1886 stirbt. Satie verbringt seine Zeit abwechselnd in Paris und der heimatlichen Normandie, während Franz Liszt, zunehmend vereinsamt, seine letzten Jahre in Rom, Budapest und Weimar verbringt. Und doch existieren eigenartige Zusammenhänge und Parallelen zwischen den beiden Spätwerken. Der Frage danach sind der Geiger Andreas Seidel und der Pianist Steffen Schleiermacher beim Bonner Beethovenfest nachgegangen.

Erik Satie
Petite ouverture à danser, Fassung für Violine und Klavier / Choses vues
à droite et à gauche - sans lunettes für Violine und Klavier

Franz Liszt
La lugubre gondola I für Klavier / La lugubre gondola II, Fassung für
Violine und Klavier

Erik Satie
Première pensée Rose+Croix, Fassung für Violine und Klavier

Franz Liszt
Deuxième élégie für Violine und Klavier

Erik Satie
L´embarquement pour Cythère für Violine und Klavier

Franz Liszt
Unstern - sinistre für Klavier / Nuages gris für Klavier

Erik Satie
Troisième Gymnopédie für Klavier

Franz Liszt
Chant du berceau für Klavier / Romance oubliée für Violine und Klavier

Erik Satie
Je te veux, Fassung für Violine und Klavier

Andreas Seidel, Violine; Steffen Schleiermacher, Klavier

Aufnahme vom 19. September 2018 aus dem Collegium Leoninum, Bonn

Moderation: Johannes Zink
Redaktion: Michael Breugst