WDR 3 Konzert - 10.03.2017

Live - WDR Sinfonieorchester Köln: Tschaikowskij 5

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WDR 3 Konzert - 10.03.2017

Live - WDR Sinfonieorchester Köln: Tschaikowskij 5

“Der sinnliche Aspekt bei diesem Stück ist fantastisch“ sagt Christian Tetzlaff. Der international gefeierte Geiger ist der Solist bei Belá Bartóks hoch expressivem zweiten Violinkonzert.

Christian Tetzlaff, Christian-Tetzlaff-©-Giorgia-Bertazzi

Béla Bartók wollte eigentlich einen großen Variationszyklus für Violine und Orchester schreiben. Doch der Geiger Zoltán Székely, der das Konzert bestellt hatte, bestand auf eine klassische dreisätzige Form. “Bartók hat eine sehr elegante Lösung gefunden“, sagt Christian Tetzlaff: “Der langsame Satz ist ein Variationssatz und der dritte Satz ist eine genaue Kopie des ersten Satzes.“ Als Peter Tschaikowskij 1888 seine fünfte Sinfonie komponierte, war er von Zweifeln geplagt: “Ist es nicht an der Zeit, aufzuhören? Habe ich meine Phantasie nicht überanstrengt?“ Doch Tschaikowskijs Sinfonie sollte ein großer Erfolg werden. Das düstere Schicksalsthema der Klarinetten am Anfang des Werkes durchzieht als Leitgedanke alle vier Sätze. Im Finale erklingt es dann in strahlendem Dur.

Béla Bartók
Konzert Nr. 2
für Violine und Orchester

Peter Tschaikowskij
Sinfonie Nr. 5 e-moll op. 64

Christian Tetzlaff, Violine
WDR Sinfonieorchester Köln
Jukka-Pekka Saraste, Leitung

Live aus der Kölner Philharmonie

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Wibke Gerking