WDR 3 Konzert - 06.05.2017

Wittener Tage für neue Kammermusik 2017: Dialog. Porträt

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WDR 3 Konzert - 06.05.2017

Wittener Tage für neue Kammermusik 2017: Dialog. Porträt

Im Gesprächskonzert gibt Nicolaus A. Huber, der 2017 im Fokus des Festivals steht, Auskunft über sein Leben und Werk. Dazu werden Solostücken aus den Jahren 1962 bis 2012 gespielt, in denen die Entwicklung des Komponisten über ein halbes Jahrhundert hinweg deutlich wird.

Uwe Dierksen, Rolf Oeser

Die lakonisch kurze "Musik für Violine alleine" (1962) konzentriert sich in sechs Sätzen auf die Parameter jeweils eines einzigen Tons. Das Posaunensolo "Presente" (1979) geht von „musikalischen Allgemeinplätzen“ aus, die für die ganze Komposition strukturbildend werden. „Aus dem Allgemeinplatz wird etwas, das die Allgemeinheit angeht und fordert“. "... in die Stille" (1998) für Violoncello solo fordert dem Interpreten feinste Töne und Klänge bis zum siebenfachen Piano ab, als „schwebende Präsenz einer Beinahe-Lautlosigkeit.“ In "Erosfragmente" (2012) für einen Schlagzeuger kommen 18 Klangschalen, ein Toy Piano und weitere Zusatzinstrumente zum Einsatz. Dabei entsteht eine stets sich verändernde, vibrierende Harmonik an der Oberfläche der Klanggestalt.

Nicolaus A. Huber
Musik für Violine alleine / Presente für Posaune / ... in die Stille für
Violoncello / Erosfragmente für 18 Klangschalen, Toy-Piano und weitere
Zusatzinstrumente

Jagdish Mistry, Violine; Uwe Dierksen, Posaune; Michael M. Kasper, Violoncello; Rainer Römer, Schlagzeug