WDR 3 Konzert - 28.01.2019

Salzburger Festspiele: Wiener Philharmoniker

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WDR 3 Konzert - 28.01.2019

Salzburger Festspiele: Wiener Philharmoniker

Die Wiener Philharmoniker verabschieden sich im letzten Konzert der Salzburger Festspiele 2018 mit groß angelegter Trauermusik von Richard Wagner und einem Klavierkonzert von Hans-Werner Henze, das den Tod der Dichterin Ingeborg Bachmann beweint.

Wiener Philharmoniker, Herbert Neubauer

Ein Solo-Klavier und ein großes Orchester musizieren gegen Tonbandklänge an, wie verzerrte Passagen aus Wagners „Tristan“, Chopins „Trauermarsch“ und dem mittelalterlichen „Lamento di Tristano“. Eine Kinderstimme rezitiert den „Liebestod“. Dazwischen, darüber und darunter mischt Igor Levit zart gesponnene Klaviervorspiele, während die Wiener Philharmoniker orchestrale Variationen und Störaktionen einfließen lassen. Henzes „Tristan" ist eine rückblickende Trauermusik, hauptsächlich für Ingeborg Bachmann, die ihm sehr nahe gestanden hat. Sie war für ihn platonische Liebe und Muse, er war ihr Seelentröster in einer kritischen Lebensphase. Sein musikalischer Nachruf ist wohl das lyrischste und ausuferndste Klavierkonzert in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Hans Werner Henze
Tristan, Préludes für Klavier, Tonbänder und Orchester

Richard Wagner
Morgendämmerung / Siegfrieds Rheinfahrt / Siegfrieds Tod / Trauermarsch / Schluss-Szene, aus "Götterdämmerung"

Igor Levit, Klavier; Wiener Philharmoniker, Leitung: Franz Welser-Möst

Aufnahme vom 25. August 2018 aus dem Großen Festspielhaus, Salzburg

Moderation: Ulrike Froleyks
Redaktion: Wibke Gerking