WDR 3 Konzert - 09.07.2019

Musik der Zeit [8] Why Patterns?

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WDR 3 Konzert - 09.07.2019

Musik der Zeit [8] Why Patterns?

Diesmal gesellt sich ein Spitzenkoch zu den Spezialisten für Neue Musik: In der WDR Auftragskomposition „Hors d’oeuvre“ von Vito Žuraj werden seine Kochgeräusche verwendet.

Justé Janulyté ,  Dmitrij Matvejev

Den Auftakt macht Steve Reichs „schwarzes Schaf der Minimal Music“: “Four Organs“ basiert auf einem unbehaglichen Akkord, der die Orgeln wie eine Tiefenmassage wirken lässt. Ruppig sind auch Feldmans “Turfan-Fragmente“, inspiriert von Teppichfunden aus dem dritten bis sechsten Jahrhundert in Ost-Turkestan. Hier findet das Orchester mit immer neuen Sekundreibungen feinste Klangnuancen, so wie das sich ändernde Licht auf den struppigen alten Teppichfragmenten immer neue Farbreflexe hervorbringt. „The Colour of Water“ entwickelt sich gemächlich in monochromen Klängen, die sich langsam verändern wie die Farbe des Wassers, und der Kölner Sternekoch Daniel Gottschlich macht sich in Vito Žurajs “Hors d’oeuvre“ mit dem WDR Sinfonieorchester Köln daran, mit leicht verschobenen Pattern den Rhythmus eines rituellen Tanzes zu erzeugen.

So entstand Vito Žuraj's "Hors d'œuvre":

Sternekoch Daniel Gottschlich ist einer der Solisten beim Konzert des WDR Sinfonieorchesters. Der Komponist Vito Žuraj hat ihn in seiner Küche besucht, war mit ihm im Baumarkt und hat so ein einzigartiges Stück Musik für ihn geschrieben. Wir haben die beiden begleitet:

Steve Reich
Four Organs (1970) für vier elektrische Orgeln und Maracas

Justé Janulyté
The Colour of Water (2017) für Saxophon und Kammerorchester DE

Vito Žuraj
Hors d'œuvre (2018-19) für Koch-Performer und Kammerorchester Kompositionsauftrag des WDR UA

Morton Feldman
The Turfan Fragments (1980) für Kammerorchester

Paulo Alváres und Studierende der HfMT Köln – E-Orgel und Maracas
Marcus Weiss – Saxophon
Daniel Gottschlich - Koch Performer
WDR Sinfonieorchester
Leitung: Peter Rundel

Aufnahme vom 22. Juni 2019 aus der Kölner Philharmonie

Moderation: Martina Seeber
Redaktion: Harry Vogt